FIRST WE TAKE BERLIN… ist:

  • Ausgangspunkt für ein nationales und internationales kulturelles Experiment

  • ein Internet-Archiv neuen Typs

  • ein Gedächtnisspeicher für kommende Generationen und

  • Teil des großen Film- und Fernsehprojektes „24h – Berlin", das so zuvor noch nie erstelltes audiovisuelles Material zum Alltagsleben in einer Metropole zu Beginn des 21. Jahrhunderts hervorgebracht hat.

Vor rund vier Jahren, am 5. September 2008, zeichneten 80 Kamerateams das Leben und den Alltag in der Stadt Berlin auf. Das Projekt war eine Gemeinschaftsproduktion der Produktionsgesellschaft zero one 24, des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und ARTE mit vielen weiteren Partnern.

Die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen übernahm die Archivierung dieser Aufnahmen und zwar nicht nur jener Bilder, die ein Jahr später in einer eigenen Erzählform 24 Stunden lang hintereinander im Fernsehen gezeigt wurden. Sie archivierte zugleich das gesamte Rohmaterial an Bildern und Tönen, das damals entstand, rund 750 Stunden. Zum einen sollen diese einmaligen Ansichten aus dem Alltag Berlins natürlich erhalten bleiben. Zum anderen aber möchten wir sie, soweit ethisch und rechtlich erlaubt, schon jetzt der Öffentlichkeit im Internet zugänglich machen.

Wir laden dazu ein, in Kooperation mit uns, der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen,

  • Berlin in diesem Archiv zu erkunden

  • dieses Archiv als Plattform für weitere Erzählungen zu nutzen

  • mehr noch: die Bilder und Töne neu zu kombinieren, zu ergänzen, zu kommentieren, sich das Material für die eigenen Interessen und aus der eigenen Perspektive – seien sie künstlerischer, politischer, sozialer oder welcher Natur auch immer – anzueignen, anzuverwandeln

 

Unser Wunsch: Dieses Archiv soll sich über die, die es benutzen, als Archiv wandeln und dadurch neue Formen und Inhalte entwickeln, zum Beispiel

  • neue Stadtbeschreibungen und Architekturen im Netz hervorbringen

  • Menschen jeder Herkunft dazu animieren, sich die Stadt, ihre Lebensräume zurückzuerobern und ihnen ihre Geschichten und Lebensvorstellungen, ihre Geschichte einzuschreiben

  • in einen offenen Dialog münden zu der Frage, wie wir im 21. Jahrhundert in unseren Metropolen leben wollen und

  • dabei zugleich ausloten und demonstrieren, welche Möglichkeiten, welche Optionen in solch einem offenen Archiv auch anderenorts angelegt sind. Sein Titel ist Programm:

FIRST WE TAKE BERLIN…

 

Aus rechtlichen Gründen kann der Zugriff auf das Material und die weitergehende Nutzung nur in Absprache mit der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen stattfinden. Wir laden Sie, wir laden euch dazu ein. Informationen zu kommerziellen und nichtkommerziellen Nutzungen finden Sie auf der Seite Nutzungsanfragen.